Die Landeshauptstadt Düsseldorf war im September unser Ziel. Wir sind damit der Einladung von Dr. Claudia Tamura, Intercultural Service, gefolgt, um von ihr mehr zu den kulturellen Unterschieden zwischen Japan und Deutschland zu erfahren. Kultursensibilität wird in Zeiten von weltweiten Kontakten immer mehr zu einer Kompetenz, die frau sich- soll das Bewegen auf internationalem Parkett sicher gelingen- entwickeln sollte. Düsseldorf hat mit ca. 31.000 Menschen Deutschlands größte japanische Community. Ein Viertel aller in Deutschland lebenden Japanerinnen und Japaner wohnen in Düsseldorf und von den 560 in NRW ansässigen japanischen Unternehmen haben allein 360 Firmen ihren Sitz in Düsseldorf. Düsseldorf war also der perfekte Ort für unser „interkulturelles Training“.

Wir trafen uns mit Claudia Tamura im EKÔ-Haus der Japanischen Kultur“ und besichtigten anschliessend die große japanische Gartenanlage, in der sowohl ein Veranstaltungs- und Studienzentrum als auch ein buddhistischer Tempel zu finden sind.

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Die Tempelanlage hat zwischenzeitlich weitere Bauten u. a. Kindergarten, Bibliothek und ist umgeben von allem, was man mit der traditionellen japanischen Gartenkunst verbindet: Teichgarten, Steingarten, Zen-Garten.  Im Tempel selbst atmet alles die buddhistische Philosophie. Wir haben auch ein ganz traditionelles japanisches Heim des Japaners in seinem Minimalismus kennengelernt – ganz eigenartig und schön.

Wir gingen weiter zur Immermannstraße, „die“ Einkaufsmeile“ für alle Japanerinnen und Japaner (exklusiv und teuer!). Hier befindet sich Deutsch-Japanische Center, das auch architektonisch fernöstlich wirkt, Das Japanische Generalkonsulat ist dort ebenso beheimatet wie die Japanische Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf, Reisebüro und darüber hinaus ein 600-Betten-Hotel und japanische Restaurants. Wir nahmen dann auch Platz im NIKKO – zur kulinarischen Reise durch Japan. Claudia Tamura hatte den Tisch reich decken lassen und erklärte jeweils die vielen kleinen und feinen Speisen. Japan ist nicht nur besonders, man schmeckt es auch an der Küche. Wir haben interessante Einblicke in die japanische Alttagskultur, die ‚DOS and DONTS‘ im Geschäftskontakt mit Japanerinnen und Japanern aber auch in die immensen Herausforderungen, von denen das Land aktuell steht.

Es versteht sich von selbst, dass wir alle mit Stäbchen gegessen haben.

 

 

Foto: Gabriele Kremer