Der Apfelbaum – er steht für Erdung, starke Wurzeln und für vielschichtiges Wachstum.
Eigentlich doch ganz klar, dass dies der Name ihrer eigenen Praxis sein sollte… wer Petra Schumacher kennt, weiß, die Frau hat sich gut überlegt, wofür sie steht.
Unsere Unternehmensbesichtigungen im Jour Fixe sind immer höchst persönlich. Sie führen uns hinter die Kulissen der Unternehmen und Organisationen und lassen tief blicken.
Heute ging es in die heilpädagogisch-inklusive Praxis Apfelbaum. Vor 30 Jahren gründete Petra Schumacher. Inzwischen ist ihr Sohn, Dario, in die Geschäftsführung eingetreten und sie verantwortet „nur noch“ die therapeutische Leitung des 60-köpfigen Teams. Ein angestellter Teamleiter unterstützt sie dabei aktiv. Das schenkt ihr heute Zeit, das Leben auszukosten und dem einstmals strengen Zeitplan eine neue Tagesstruktur zu schenken. Wohl verdient!
Fasziniert von Petras eigener Lebensgeschichte und ihrem Rückblick in die Gesellschaft der 50er, 60er und 70er Jahre, in denen die Prinzipien von „elterlicher Gewalt und Gehorsamspflicht“ galten, zeigte uns, was es wirklich braucht, um eine offene, vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern und Kind zu gestalten. Im Apfelbaum weiß das Team, wie es heutzutage hilfreich unterstützen kann, wenn ein solches Zusammenleben zu Hause nicht gelingt. Wir hörten von „achtsamem Kommunikationsstrategien aus der Hirnforschung“ für die gesunde Entwicklung von Kindern und an den Wänden der Praxisräume wurde erlebbar, wie das bei den Kindern ankommt. Sie verstehen die Prinzipien der „gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall Rosendahl und haben ihre Erfahrungen dankbar in Szene gesetzt. Das ist mehr als nur ein Wandbild. Das ist Freude und Dankbarkeit, die sich hier wieder spiegelt. Ein ganz persönliches berührendes Zeichen dafür, dass die Unterstützung fruchtet.
In den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten lässt sich gut arbeiten und Wirkungskraft erzielen. Hier findet das Team ebenso gute Arbeitsbedingungen, wie Kinder und ihre Eltern, die von Zeit zu Zeit in die Begleitung integriert werden.
Dario, eigentlich IT-Spezialist, führt das Unternehmen in die digitale Zukunft. „Wir starten immer nur mit einem Projekt und zwar mit dem, das uns gerade so richtig nervt. Das lenkt Energie in die herausfordernde Aufgabe, neben dem Tagesgeschäft auch noch Veränderung zu managen, denn wir sind doch alle nur Menschen und eigentlich wäre es doch schön, wenn alles beim Alten bleiben könnte“, weiß Dario. Umso wichtiger, das Menschliche anzuerkennen und Wege zu suchen, die Digitalisierung zugkräftig einzuführen. Heute sind 90 % aller Verwaltungsprozesse digitalisiert und das spart Zeit und Nerven. Zeit, die heute den Klienten direkt zukommt, nicht der Verwaltung seiner Daten. Und das weiß das Team zu schätzen.
Wir haben wieder viel Neues für das eigene Business mitgenommen und Energie für Morgen!
Verwöhnt hat uns Luigi di Marino von DON PEPPONE mit feinen Köstlichkeiten, die das Netzwerken ganz einfach gemacht haben.
Bildergalerie
Foto: Rebecca Han – rebeccahandesign.com
Bericht: Barbara Baratie
Museum Schloss Moyland – GartenLeben und Kräuterfest 29.-31.5.2026
Museum Schloss Moyland – Filmabend im Museum am Donnerstag, 21.5.2026