Das “unternehmerinnen forum niederrhein” zu Gast bei der Volksbank
Spannende Einblicke in die Arbeitswelt der Volksbank Rhein-Lippe eG

Eine wirklich gelungene Kombination war das am Freitagabend und es konnte nur spannend werden: Mehr als 40 Unternehmerinnen des unternehmerinnen forum niederrhein waren der Einladung in die neu gestaltete Lounge der Volksbank Rhein-Lippe eG gefolgt, um einen Blick in die Arbeitswelt von vier Frauen mit ganz besonderen Aufgaben zu werfen.

„In der Region zuhause sein, die Unternehmen und Menschen vor Ort zu kennen und damit eine spürbare Kundennähe bieten zu können – das zeichnet den Erfolg einer Genossenschaftsbank vor Ort aus. Mit 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 20 Standorten steht die Volksbank Rhein Lippe eG seit über 125 Jahren fest in der Region,“ begrüßte der Vorstandsvorsitzende Gerd Wölki seine weiblichen Gäste. “manpower” trifft es hier nicht im eigentlichen Sinne, denn Zweidrittel der Beschäftigten der Bank sind Frauen. Sie arbeiten in allen Bereichen der Bank – sie sind verantwortlich für den guten Kontakt zur Kundschaft oder sie sorgen im Hintergrund dafür, dass der „Laden“ geräusch- und reibungslos läuft.

Dem „unternehmerinnen forum niederrhein“ stellten sich am 7. November vier Frauen der Bank vor, die nicht nur alle hochspezialisiert sind, sondern ihren Job an ganz unterschiedlichen Stellen mit sehr viel Engagement ausüben.

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Da berichtete Birgit Wölki, die als einzige der Volksbank Rhein Lippe eG als Vermögensberaterin und Estate Planner Kundinnen und Kunden berät, wenn es darum geht, eine Unternehmens- oder Vermögensnachfolge mit Blick auf die juristischen und wirtschaftlichen Bedingungen klug und diskret vorzubereiten. Sie macht VOBA-Kundinnen und Kunden auf mögliche Fallstricke und ungeklärte Lagen aufmerksam, damit weitere, notwendige Schritte unternommen werden können, um später langwierige Streitereien zu vermeiden. Dazu braucht es Fingerspitzengefühl und vor allem großes Vertrauen von Seiten ihrer Kundschaft.  Ihr Credo: „Ich bin dann zufrieden, wenn das Ergebnis unserer Gespräche deutlich den letzten Willen und die Wünsche meiner Kundinnen und Kunden widerspiegeln.“ Es macht die Bankfachwirtin und zertifizierte Estate Plannerin stolz, diese Einzelstellung in der Bank zu haben, und sie arbeitet viel dafür, dass die Bank diese besondere Art von Service weiter zur Verfügung stellt.

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Mit Tanja Bölting stellte sich ein typisches Eigengewächs der Bank vor. Als junge Auszubildende startete sie ihre Karriere im Vorstandssekretariat – und ist bis heute dort – mittlerweile eine gestandene Büroleiterin, die mit 3 weiteren Mitarbeiterinnen 3 (männlichen) Vorständen zuarbeitet. „Dass so viele Kolleginnen und Kollegen – genauso wie ich- 25 Jahre und länger hier arbeiten, sagt auch viel über die Stimmung und den Umgang der Menschen untereinander hier im Hause aus: Ich kann mir nicht vorstellen, jemals woanders arbeiten zu wollen. Jeder Tag ist anders, es ist immer spannend. Als Büroleiterin fühle ich mich natürlich zuerst meinen Vorständen loyal verbunden – sehe mich aber ebenso als Mittlerin zwischen ihnen und meinen Kolleginnen und Kollegen. So eine Rolle passt zu mir.“

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Sandra Heutmann, die von Barbara Baratie in ihrer Rolle als Betriebsratsvorsitzende interviewt wurde, hat nach ihrer zweiten Babyzeit den Betriebsratsvorsitz übernommen. Bei ihr spürt man, dass sie sich immer mit Herz und Verstand als Partnerin für Mitarbeiter und Arbeitgeber einbringt. Sie hob noch einmal besonders die Werte der Volksbank, die nicht nur auf den Wänden der neu gestalteten Kundenlounge zu lesen sind, sondern auch tief im Innenverhältnis der Bank zu ihren Kunden und zu ihrer Belegschaft wirken. „Dass der Mensch im Mittelpunkt steht, wird hier gelebt, davon bin ich überzeugt“, so Sandra Heutmann. „Wir alle wissen, dass wir auf Vertrauen und Zuverlässigkeit auch im Innenverhältnis unter uns Kollegen und auch zur Geschäftsführung bauen können. Ein kluges Gesundheitsmanagement mit der Möglichkeit, externe Beratung hinzuzuziehen, wenn mal der Schuh drückt, bietet einen weiteren Garant für Mitarbeiterzufriedenheit in der Volksbank Rhein Lippe EG.“

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Anders als ursprünglich gedacht war der Auftritt von Walburga Wüster, Architektin, und seit fast 20 Jahren aktives Mitglied des Aufsichtsrates der Bank. Sie kam – und dafür bekam sie einen Extra-Applaus – nach einer Operation im Rollstuhl und mit Krücken, gleichwohl gut aufgelegt erzählte sie von ihrer langjährigen Arbeit im Aufsichtsrat. „Eigentlich wollte ich es nicht – wenigstens nicht zu diesem Zeitpunkt, meine Kinder waren noch klein und ich war völlig ausgefüllt in meinem Job und mit allen möglichen Ehrenämtern. Dann dachte ich aber, dass man so etwas wahrscheinlich nur einmal gefragt wird – bereut habe ich es nie, denn ich habe viel gelernt und miterlebt in diesen Jahren. Ja, es stimmt, diese Bank lebt ein enges Miteinander mit ihren Kunden, die zugleich ihre Mitglieder sind. Aus dieser Kundennähe heraus haben wir kluge Entscheidungen getroffen und das Vertrauen von immer mehr Kunden gewonnen“, so Wüster. Im Aufsichtsrat der Bank ist ein breitgefächertes Expertenteam aktiv, das auch die Mitgliederstruktur widerspiegelt. „Wir tauschen uns aktiv aus, wir kennen die Mitglieder und wir kennen die Bedürfnisse unseres Einzugsbereiches. Wir überlegen gut, können wir dieses Risiko mitgehen, tragen wir diese Entscheidung für die Region mit?“ Entscheidungen zu tragen kennt die Architektin gut, verwaltet sie doch ganz aktuell hauptberuflich 30 Mio. € für die Stadt Duisburg in der ProZent GmbH zur Stadtplanung und zum Strukturwandel in den dortigen Schulen. „Führen Frauen anders?“ wollte Barbara Baratie wissen. „Nein, Frauen bereichern zwar unbedingt die Zusammenarbeit im Gremium, doch hier kommt es schlussendlich darauf an, sachlich und klug zu entscheiden – und im Aufsichtsrat finden wir diese Kompetenz bei den Frauen wie bei den Männern,“ so Wüster.

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Während des gemütlichen Ausklangs bei Häppchen und Getränken gab es eine schöne Überraschung für die „Bürgerstiftung KREATIV – Kinder fördern“. Die Unternehmerinnen vom Niederrhein brachten stolze 1.000 Euro mit, die Christel Feldkamp – Stiftungsmitglied – sehr gerne entgegennahm. „Wir freuen uns, mit unserem Beitrag ein Stück Kreativität für Kinder zu finanzieren“, so Barbara Baratie und Gabriele Coché-Schüer vom Vorstand des Netzwerkes. Die Unternehmerinnen konnten die vielfältigen Angebote der Stiftung und die glücklichen Gesichter der Kinder, die mit dabei waren, an einem bunten Stand bewundern, an dem die Energie der Stiftung eindrucksvoll dargestellt wurde.

Insgesamt hat das forum damit in 2014 € 4.388,10 an Spendengeldern für soziale Zwecke bereitgestellt. Das Netzwerk verbindet Geschäftswissen von mehr als 100 Unternehmen der Region, die von Frauen geleitet werden – sie bilden mit unterschiedlichsten Unternehmungen in den Branchen Logistik, Spezial-Produktionen, Handel und Dienstleistung eine starke Wirtschaftskraft in der Region.

„Und gerade diese Vielfalt macht das Netzwerk, aber auch die Unternehmerin stark!“ so Gabriele Coché-Schüer.

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Freuen konnte sich an diesem Abend auch Elke Weil, die mit Farb- und Stilberatung und Coaching ihr 25-jähriges Jubiläum feiern konnte. Ein starkes Vorbild für Kreativität und Flexibilität, denn Elke Weil hat einen wichtigen Schritt für Ihren Unternehmenserfolg getan: Sie ist mit den Kundenwünschen gewachsen. Lasst es uns ihr mindestens gleich tun!

Bericht von Sonja Kaiser, VB Rhein Lippe EG,  Gabriele Coché-Schüer und Barbara Baratie – Bericht in der Presse

Foto Rose Benninghoff und Petra Gellinger